Ziele visualisieren

5 Tipps, wie Du Deine Ziele visualisieren kannst

by Leonie Walter

Visualisierungen haben eine ganz besondere Magie, wenn Du ein bestimmtes Ziel erreichen möchtest. Aber was genau ist eigentlich das Magische?

Oft liest man: „Durch die Visualisierung ziehst Du das, was Du Dir wünschst, in Dein Leben.“ Soweit ist das auch richtig. Hier wirkt das Gesetz der Anziehung.

Da wir Menschen bei allem, was wir tun, von mehr als 90 Prozent aus dem Unterbewusstsein heraus gesteuert werden, ist dies auch beim Ziele erreichen zu beachten: Beim Visualisieren geht es deshalb darum, das Unterbewusstsein auf die eigenen Wünsche, Träume und Ziele zu programmieren.

Die Basis zum Ziele visualisieren: Klarheit finden

Um Ziele zu visualisieren, benötigst Du zu allererst Klarheit über Dein Ziel. Was soll erreicht werden? Wie soll es aussehen? Wie wird Dein Leben oder die Situation sein, wenn Du das Ziel erreicht hast? Erst wenn Du zu diesen Fragen für Dich stimmige Antworten gefunden hast, gehst Du an die eigentliche Visualisierung und findest die richtigen Bilder zum jeweiligen Ziel.

Die Tools zur Ziele-Visualisierung

Optimal ist es, wenn Du Deinen Wunsch beziehungsweise Deine Ziele täglich visualisierst. Hierbei unterstützen Dich folgende Tools:

1. Das Visionboard (auch: Visionscollage)

Du brauchst hierzu einen Stapel Zeitschriften, Magazine und Kataloge. Schneide die Bilder und Überschriften, die zu Deiner Vision und Deinem Ziel passen, aus. Lass Dich dabei vor allem von Deinem Gefühl leiten. Wähle nur die Fotos und Sprüche, die wirklich richtig stimmig für Dich sind und mit denen Du Dich zu 100 Prozent wohl fühlst. Auch wenn es sich eigentlich von selbst versteht: Nutze keine negativen Bilder/Aussagen/Botschaften.

Ein wichtiger Tipp: Verwende auch ein Foto von Dir im Zusammenhang mit Deinem Ziel. Arrangiere die Elemente auf Fotokarton, und wenn Dir die Aufteilung gut gefällt, dann klebe sie fest. Kontrollfrage: Sind die wesentlichen Details Deines Ziels hier visualisiert?

Hänge Dein Visionboard so auf, dass Du es täglich vor Augen hast. Zum Beispiel in Dein Schlafzimmer oder gegenüber von Deinem Schreibtisch an die Wand!

2. Das Visionbook

Ziele visualisierenDer Unterschied zum Visionboard ist: In einem Visionbook ist mehr Platz! Auch hier kannst Du alles an Bildern und Sprüchen hinein kleben, was Dich anspricht. Als Basis verwendest Du beispielsweise ein schönes Notizbuch oder auch einen Ordner mit Prospekthüllen, in die Du dann die gestalteten Seiten schiebst.

Mir persönlich gefällt an dieser Variante, dass ich in einem Visionbook einzelnen Themen mehr Raum in der Gestaltung geben kann. So kann ich einzelne Seiten oder ganze Doppelseiten zum Beispiel für bestimmte Projekte und Ziele, für Beziehung, Geld, Reisen, Luxus-Artikel etc. gestalten. Außerdem kann das Visionbook jederzeit um neue Themenseiten ergänzt werden. Bei der Gestaltung mit Prospekthüllen kann ich die Seiten sogar umsortieren und neu anordnen, wenn neue Seiten hinzu kommen.

Ein weiterer Vorteil: Ein solches Visionbook ist mobil. Ich kann es mir morgens beim Frühstück beim ersten Smoothie anschauen. Oder auch abends im Bett vorm Einschlafen. 😉

3. Die Visions-Zeichnung

Ziele visualisierenDie Idee mit den ausgeschnittenen Fotos und Sprüchen für ein Visionboard oder ein Visionbook ist einfach und charmant, aber eine selbstgezeichnete Ziele-Visualisierung hat auch was! Auch wenn Du jetzt denkst „Ich kann aber nicht zeichnen“, dann sage ich Dir, „egal, mach es trotzdem!“ Es kommt hier nicht auf die perfekte Zeichnung an, sondern auf das Tun.

Die Beschäftigung mit den Zielen ist sehr viel intensiver, wenn nicht nur „das Auge“ hinschaut, sondern auch noch Deine Hände und Dein Gehirn intensiv involviert sind. Denn beim Zeichnen werden ganz andere Gehirnareale aktiviert. Und glaube mir, Dein Unterbewusstsein malt mit! Und Dein Herz und Dein Gefühl sind auch aktiv dabei.

Meine Erfahrung mit Visionszeichnungen ist, dass sich gerade die gezeichneten Visualisierungen alle mit der Zeit auf wundersame Weise erfüllen. Meins ist relativ neu, auf ganz normalem Din-A-4-Papier gezeichnet und hängt an meiner Pinnwand. Ich will es noch einscannen und dann als Bildschirmhintergrund an meinem Rechner einstellen 😉

4. Der Visionsfilm

Nicht nur für technisch Begabte ist dies eine interessante Variante: Gestalte deinen persönlichen Visionsfilm mit geeigneten Bildern, Visualisierungen, Filmschnipseln und inspirierenden Headlines! Den Film kannst Du dann noch mit passender Musik untermalen, die für Dich motivierend und inspirierend klingt. Beim Betrachten des fertigen Films werden verschiedene Sinne angesprochen. Das gute Gefühl, das Ziel schon erreicht zu haben, lässt sich so leicht herstellen. Es gibt für diesen Zweck spezielle Software.

Wer sich mit dem Thema Video erstellen am eigenen Rechner schon befasst hat, kann sicher auch mit iMovie (für Mac) oder MovieMaker (für Windows) gute Ergebnisse erzielen. Letztlich baust Du dann einfach die passenden Bilder in ein Filmprojekt ein.

Noch einfacher umsetzen lässt sich ein solches Projekt auch mit fertigen Video-Templates: Template aussuchen, Bilder hochladen, fertig! (Videotemplates gibt es zum Beispiel von videoblocks.com, ab ca. 89 Dollar.) Eine Idee wäre weiterhin, einfach eine Powerpoint-Präsentation zu machen und diese dann abzufilmen, beispielsweise mit Screenflow (Mac) oder Camtasia (PC).

5. Der innere Film

In einschlägigen Büchern über das Resonanzprinzip und erfolgreiches Wünschen (zum Beispiel von Napoleon Hill oder Pierre Franck) lässt sich nachlesen, dass es nicht nur auf den Wunsch und das Ziel ankommt, sondern vor allem auf das Gefühl, was Du damit verbindest. Es wird vielfach vorgeschlagen, Dir das Ziel vor dem inneren Auge so vorzustellen, dass es ganz plastisch wird.

Du versetzt Dich richtig in die Situation, die Du haben willst und siehst, fühlst, schmeckst, atmest, erlebst im Geiste und mit all Deinen Sinnen, wie es sein wird. Somit programmierst Du jede Zelle in Deinem Körper auf das Ziel. Diesen inneren Film solltest Du Dir immer und immer wieder betrachten, am besten vor dem Schlafengehen und direkt nach dem Aufwachen.

meine Ziele erreichenDiese Technik finde ich persönlich am beeindruckendsten. Für mich ist sie allerdings auch gleichzeitig die schwerste, denn in das Gefühl und zu diesem inneren Film darf ich ja erst mal finden!Hilfestellung bietet dazu jetzt die meditative Reise „Ziele erreichen“ von Markus – diese stellen wir Dir kostenfrei als Audio-Download zur Verfügung!

Ich denke, bei diesen fünf vorgestellten Möglichkeiten ist für jeden Geschmack etwas dabei! Jetzt würde ich gerne von Dir wissen: Wie hast Du bisher Deine Ziele visualisiert? Hast Du weitere Ideen und Tipps? Ich freue mich über Ergänzungen und Meinungen in den Kommentaren!

Bildquelle Headerfoto: Pixabay.com

Leonie Walter

Leonie Walter ist PR-Beraterin und berät Unternehmen zu Marketing, Akquise und Kommunikation. Mit dem Thema Persönlichkeitsentwicklung befasst sie sich seit seit dem Jahr 2010. Was Leonie fasziniert in der Persönlichkeitsentwicklung: "Ich kann mein Leben selbst bestimmen. Immer und in jeder Hinsicht." So zählen auch im Bereich der Eigen-PR und im Marketing vor allem das richtige Mindset und die persönliche Einstellung zu sich selbst.

Comments

  • 30. Juni 2016

    Wunderbar! Das sind sehr schöne Anregungen, von denen ich einige schon nutze. Da ich seit langem lernen will, wie man Videos macht (und auch schon ein bisschen dazu gelernt habe), wäre das doch mal für mich eine doppelte Motivation, endlich mal den Kurs weiter zu bearbeiten und mir damit gleichzeitig meinen eigenen Visionsfilm zu drehen! Das finde ich genial. Denn dann habe ich auch nicht den Stress, dass es gleich technisch perfekt werden muss, weil ich ihn öffentlich zeige.

    • Leonie Walter
      30. Juni 2016

      Ja, klar: Ein Visionsfilm für Dich muss ja niemand anderem gefallen als Dir selbst 🙂
      Schön, dass der Artikel Dir noch ein paar Anregungen geben konnte!

      Liebe Grüße!

  • 30. Juni 2016

    Ergänzen kann ich noch ein Visionsheft, das noch ein wenig anders ist (Idee einer Freundin). Du nimmst besonderes buntes Deko-Papier, fügst die Blätter in solchen Metallringen selbst zusammen (auch jederzeit zu ergänzen). Da kann man schreiben, Dinge aufkleben, auch 3 D, falten – alles mögliche. Die ungewöhnliche Form hat mich da auch schon zu ganz neuen Dingen inspiriert, die mir in einem normalen Heft oder Ordner nicht eingefallen wären.

    • Leonie Walter
      30. Juni 2016

      Das ist auch eine coole Idee, vielen Dank, Zamyat!

  • 1. Juli 2016

    Super Artikel! Kann ich nur unterstreichen, dass es genau so hervorragend funktioniert. Ich teile das dann mal … Lieben Gruß, Kari

    • Leonie Walter
      1. Juli 2016

      Vielen Dank 🙂

  • 4. Juli 2016

    ich mag das total und arbeite seit langem mit einem visionboard auf der wohnzimmertür. das mit dem gefühl kann ich gut verstehen und klappt auch beim board. ich sitze abends manchmal ein paar minuten mit einem glas wein am boden davor und schau mir das an und je länger ich das mache, desto besser fühle ich mich 🙂

    • Leonie Walter
      4. Juli 2016

      Toll, liebe Sabine,
      Danke dafür, dass Du Deine Erfahrung hier geschildert hast. 🙂

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